Pflanzenökologischer Feldkurs im Ausland: Subtropische Ökosysteme, Kanaren (VV-Nr. 21571)

Teneriffa ist die grösste der sieben vulkanischen Inseln der Kanaren. Der Vulkanberg Pico del Teide (3717 m.ü.M.) ist die höchste Erhebung der Kanaren und von ganz Spanien. Die im Bereich der Subtropen liegenden Inseln gelten durch ihre Lage im Atlantik als “Inseln des ewigen Frühlings”. Ein bestimmender Aspekt der Inselvegetation sind die Wolken des NE-Passates, die sich in höheren Lagen stauen.
Die seit ihrer Entstehung im Verlauf des Tertiärs isolierte Lage macht die Kanaren zu einem Eldorado für botanisch Interessierte. Ähnlich wie auf den Galapagos-Inseln wird Evolution fast unmittelbar erlebbar. Neben üppiger Reliktvegetation wie dem feuchten „Lorbeerwald“ gibt es an den Küsten und im Gebirge halbwüstenartige Formationen. Altertümliche Pflanzenformen, z.B. typische „Kandelabersträucher“, existieren neben Endemiten, die oft nur auf einer einzigen Insel vorkommen. Viele Pflanzengruppen z.B. die Crassulaceae oder die Gattung Echium haben besonders vielfältige Formen und Anpassungen hervorgebracht.
Der Feldkurs hat zum Ziel, die reichhaltige Flora und Vegetation und die ökologischen und evolutiven Besonderheiten subtropischer Inseln kennenzulernen. Ein 1-tägiges Vorbereitungs-Seminar ist für Teilnehmende obligatorisch. Der Feldkurs kann im Rahmen des Bachelor-, Master- oder PhD-Studiums angerechnet werden.


Termin: 13.-20.5.2017
Unterkunft: in Puerto de la Cruz. Die Teilnehmer organisieren ihre An- und Abreise (Flug) selbständig.
Kosten: Die Kosten für Unterkunft und Transport auf der Insel betragen ca CHF 300. Hinzu kommen die Flugkosten sowie Kosten für Picknick und Abendessen. Frühzeitige Buchung der Flugreise kommt am günstigsten.
Weitere Auskünfte: Jürg Stöcklin (juerg.stoecklin-at-unibas.ch).
Anmeldung: Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt. Studierende der Biologie werden bevorzugt.